Bioheath-Concept

Störfeld­diagnostik

Welche Störfelder gibt es im Kieferbereich?

Metalle als Störfelder

Hochgoldhaltige „Bio-Legierungen“ galten lange als der Goldstandard für Zahnrestaurierungen. Heutzutage stellen die Hochleistungskeramiken für Zahnrestaurierungen die eindeutig bessere Alternative dar, sodass Metalle nicht mehr im Mund verwendet werden sollten.

Warum? Metalle im Mund gehen in Lösung.
Es gibt kein Metall, das im Mund korrosionsfrei ist. Damit ist jedes Metall, das in den Körper eingebracht wird, ein Störfaktor.

Metalle führen im Mund zu einem elektrischen Batterieeffekt. Dieser kommt zustande, wenn zwei unterschiedliche Metalle (jede Legierung besteht aus unterschiedlichen Metallen – auch „Bio“-Goldkronen sind Legierungen!) in eine leitfähige Lösung gebracht werden. Da der Speichel aufgrund der in ihm gelösten Salze elektrischen Strom leitet, wirken die verschiedenen Metalle im Mund wie die Pole einer Batterie. Die unedleren Metallionen fließen in Richtung des edleren Metalls. Es kommt zu einem dauerhaften Stromfluss im Mund. Die hierbei messbaren Ströme sind zum Teil erheblich. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese einen gesundheitsschädlichen Einfluss auf die Kaumuskulatur, die Mundschleimhaut und das Gehirn nehmen können.

Die durch die Spannung und den Stromfluss herausgelöste Metallionen schluckt man mit dem Speichel jede Minute herunter und damit landet auch alles, was darin gelöst ist in den Körper.

Amalgamfüllungen

Noch schlimmer verhält es sich bei Amalgam. In dieser Legierung ist insbesondere auf die hohe Giftigkeit des Quecksilbers, das zu über 50 % in Amalgamfüllungen der Bestandteil ist, hinzuweisen. Amalgam ist seit über zehn Jahren in Schweden und Norwegen verboten.
Das Quecksilber aus dem Amalgam reagiert mit den Toxinen (Giften), die von Bakterien gebildet werden. Die ungünstige Wirkung wird also noch verstärkt. Des Weiteren wird das Quecksilber besonders im Gehirn abgelagert, was ein großes Problem aufgrund der neurotoxischen Wirkung darstellt. Die Halbwertszeit im Gehirn beträgt ca. 16-30 Jahre!

Aus Amalgamfüllungen (in Deutschland bei gesetzlich Versicherten immer noch Regelversorgung) gelangen hochgiftige Schwermetalle wie Quecksilber entlang Nervenfasern des Nervus trigeminus direkt in das sonst so geschützte und penibel abgeschirmte Gehirn gelangen. Dieser sogenannte axonalen Transport wurde mittels Tierversuche belegt.

Titanimplantate als Störfelder

Titanimplantate kommen häufig zum Einsatz als künstliche Zahnwurzeln. Nach Zahnverlust werden die metallischen Implantate aus Titan in den Kieferknochen eingeschraubt. Vorteile der Titanimplantate sind die hohe Belastbarkeit, die unkomplizierte Einheilung und der relativ günstige Preis.

Titanimplantate bestehen aus einem unedlen Metall und unterliegen ebenso einer Korrosion. Auch der Batterieeffekt spielt bei Titanimplantaten eine Rolle. Ebenso wirken Titanimplantate wie Mikroantennen im Kopf.

Das Titanimplantat wird in Kieferknochen befestigt und stellt eine Verbindung zwischen Körperinnenwelt und Außenwelt dar. Die sogenannten Kollagenfasern im Zahnfleisch verbinden sich jedoch nicht mit dem Titanimplantat, sondern lagern sich parallel an das Titanimplantat im Bereich der Durchtrittstelle am Zahnfleisch. Dies ist eine Achillessehne für die Körperabwehr in diesem Bereich, weil somit eine dauerhafte Eintrittspforte für Bakterien, Viren und Pilze gegeben ist.

Aus ganzheitlicher biologischer und immunologische Sicht ist es heutzutage sinnvoller, komplett auf Titanimplantate zu verzichten und stattdessen ausschließlich einteilige Implantate aus Keramik zu verwenden.

Wurzelbehandelte Zähne bzw. tote Zähne

„Die Zahnmedizin ist die einzige medizinische Fachrichtung, die es duldet, dass ein totes abgestorbenes Organ im Körper bleiben darf.“  – Professor Dr. M. A. Wainwright

Die klassische Schulzahnmedizin betrachtet eine Wurzelkanalbehandlung (Endodontie) als den Goldstandard, um einen erkrankten Zahn zu erhalten. Dazu entfernt man das entzündete oder abgestorbene Nervengewebe aus der Zahnwurzel. Danach werden die haarfeinen Kanäle des Zahnes von Restgewebe und Keimen gereinigt. Schließlich wird der Wurzelkanal des Zahnes mit diversen Füllmaterialien gefüllt.

In jedem Fall ist der Zahn jetzt tot – wird aber mit einer Krone weiter seinen Dienst als Kauwerkzeug leisten können. Aus Sicht der ganzheitlich orientierten biologischen Zahnmedizin darf eine Wurzelbehandlung jedoch nur eine Übergangslösung darstellen!

Tote Zähne – Gefahr für ihre Gesundheit
Moderne Studien beweisen: mag der Zahnwurzelkanal auch noch so perfekt gefüllt sein, es wird nie gelingen sämtliches organisches Gewebe zu 100 % aus einem Zahn zu entfernen.

Der abgestorbene Zahn, der einmal ein Organ mit einer Nerv – und Blutversorgung war, verbleibt als toter Pfeiler in der Mundhöhle. Der Zahn ist nicht mehr an die Infrastruktur des Körpers angeschlossen, kann somit nicht mehr mit Mikronährstoffen versorgt werden. Er wird brüchig und bietet mit seinen ca. 10.000-40.000 Dentinkanälchen pro Quadratmillimeter einen perfekten Unterschlupf für Bakterien, wo die Körperabwehr nicht eingreifen kann.

Die Bakterien bilden Giftstoffe, sogenannte Endotoxine wie Cavaderine, Mercaptane oder Thioether. Dies ist in der Literatur hinlänglich bekannt. Wurzelbehandelte Zähne korrelieren mit systemischen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Allergien, Hauterkrankungen, Gelenkerkrankungen, Diabetes Typ 2, Darmerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems usw.

Bei den entzündlichen Prozessen rund um wurzelbehandelte Zähne handelt es sich in den meisten Fällen um chronische stille Entzündungen. Und diese verursachen in der Regel keine Schmerzen. Leider! Ja Sie haben richtig gelesen: leider! Der Schmerz würde ihnen signalisieren, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Bei chronischen Entzündungen unter anderem an toten Zähnen fehlt dieses Signal jedoch. So können Bakterien und Toxine ungestört ihr Unwesen treiben. Es werden Leichengifte produziert, Entzündungsbotenstoffe ausgeschüttet und das Immunsystem permanent weiter belastet. Das Fortschreiten dieser heimlichen Infektion lässt sich auch durch Medikamente wie Antibiotika nicht aufhalten oder umkehren.
Fazit: nur weil ein toter Zahn nicht weh tut, bedeutet das nicht, dass er nicht schädlich und gefährlich für die Gesundheit sein kann. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Deshalb gilt: kein Zahnerhalt um jeden Preis!

Störfaktor FDOK oder NICO

Ähnlich wie die Gefahr durch tote Zähne stellt auch das Krankheitsbild der FDOK und NICO heute ein noch nicht schulmedizinisch anerkanntes Phänomen dar. In der Praxis ist der ganzheitlich biologisch arbeitende Zahnarzt jedoch damit täglich konfrontiert, sei es durch die Diagnostik mit dem Ultraschallgerät CaviTAU und dem 3-d-Röntgen DVT oder die operative Entfernung des Geschehens.

Was ist eine FDOK?
FDOK steht für fettig degenerative Osteonekrose des Kieferknochens. Darunter versteht man eine chronische Entzündung des Kieferknochens. FDOK´s entstehen häufig dort, wo Zähne entfernt worden sind und die Wunden nicht optimal verheilen konnten (oft im Bereich der ehemaligen Weisheitszähne). Sie sind auf einem herkömmlichen Röntgenbild nicht zu erkennen! Patienten, die unter einer FDOK leiden, befinden sich häufig nonstop im Dauerstress (Sympathikus-Modus). Das bedeutet, das vegetative Nervensystem ist kaum in der Lage auf Entspannung (Parasympathikus) umzustellen. Die sichere Diagnostik liefert uns die Ultraschalldiagnostik mit dem CaviTAU Gerät und die dreidimensionale Röntgenanalyse mit dem DVT.

Was ist eine NICO?
NICO steht für Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis. Eine NICO ist letztlich nichts anderes als eine FDOK, jedoch mit einem neuromodultivem Trigger, d. h., sie lösen zusätzlich unspezifische Gesichtsschmerzen (Trigeminusneuralgien) aus.

Wie entstehen FDOK oder NICO?
Ganz einfach gesprochen handelt es sich dabei um Infarktgebiete im Kieferknochen. Diese treten meist an Stellen auf, an denen früher einmal Zähne gezogen wurden. Sie treten auf infolge einer Wundheilungsstörung. Die Ursache hierfür ist ein Vitamin – und Mikronährstoffmangel in der Wachstumsphase jugendlicher oder junger Erwachsener einhergehend mit einseitiger Ernährung: Es fehlten u.a. Vitamin D3, Zink, Magnesium und Omega- 3- Fettsäuren. Der Körper ist durch diese Mangelsituation mit Heilungsvorgängen häufig überfordert. Er ist nicht in der Lage neues gesundes Gewebe aufzubauen, da schlicht und einfach die Nährstoffe dafür fehlen. Die NICO oder FDOK sind also ein Symptom für ein vorhandenes Nährstoffdefizit.

Was macht die FDOK und NICO so gefährlich?
Bei einer NICO oder FDOK ist der Knochen ist nicht mehr durchblutet und durchsetzt mit kleinen Zysten, gefüllt mit fettiger Flüssigkeit. Diese typische gelblich – ölige Flüssigkeit ist Träger zahlreicher Entzündungsfaktoren und markant für die chronische Entzündung.

FDOK/NICO sind wahre Brutstätten für viele verschiedene Fäulnisbakterien. Auch erhöhte Konzentrationen von Viren, Pilzen und verschiedenen Toxinen konnten nachgewiesen werden. Selbst Schwermetalle wie Quecksilber oder auch Pestizide und Glyphosat konnten darin konzentriert gefunden werden. Alles in allem ein höchst ungesunder Mix an krankmachenden Faktoren – und das mitten im so gut durchbluteten Kieferknochen und in direkter Nähe zum Gehirn.

Das bedeutet, dass die NICO oder FDOK 24 Stunden, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr das Immunsystem belasten. Diese degenerierten Fettzellen in den NICO bzw. FDOK – Arealen bilden Entzündungsbotenstoffe, sogenannte Zytokine oder auch Chemokine, die ebenfalls als Störfeld auf andere Organe wirken und dort mit entzündlichen Gelenkbeschwerden, Brustkrebs, Hashimoto, Multiple Sklerose und anderen Tumoren in Verbindung gebracht werden.

Aufgrund des massiven Vorkommens von RANTES (= Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted, ein Chemokin mit chemotaktischer Wirkung) im Gebiet der fettig degenerative Osteolyse im Kieferknochen gibt es wissenschaftliche Hinweise in Zusammenhängen mit Allergien, Asthma, Gelenkerkrankungen, Multiple Sklerose, Brustkrebs, Alzheimer Demenz und Parkinson.

Parodontitis als Störfeld

Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Menschen über 40 Lebensjahren. Wie schon bei den Titanimplantaten beschrieben, so stellt auch ein Zahn eine Verbindung zwischen Körperinnenwelt und Außenwelt dar. In der Mundhöhle tummeln sich ca. 700 verschiedene Bakterienarten. Die meisten sind absolut harmlos und ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Mundflora. Die Mundhöhle gehört zum Verdauungstrakt. In einer gesunden Mundhöhle besteht ein gutes Gleichgewicht zwischen „bösen“ und „guten“ Bakterien. Durch schlechte Mundhygiene, schlechte Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Alkoholkonsum, Zuckerkonsum, Mundatmung, schlechte Ernährung resultiert ein Mikronährstoffmangel und es kommt zu einer Störung dieses Gleichgewichts. Die schädlichen Keime nehmen Überhand und bilden Gifte, welche eine Abwehrreaktion des Immunsystems anfangs im Bereich des Zahnfleisches (Gingivitis) auslösen.

Im weiteren Verlauf dehnt sich diese Entzündungsreaktion auf den gesamten Zahnhalteapparat weiter aus und es kommt zum Vollbild einer Parodontitis („um den Zahn herum“). Abgesehen, dass man so schleichend seine Zähne verliert, stellen die betroffenen Zähne ein großes Einfallstor für Bakterien, Viren und Pilze in den Organismus dar. Und dies mit verheerenden Folgen, da die toxischen Stoffwechselprodukte somit in den Körper gelangen. Durch diese sogenannte Bakteriämie korrelieren systemische Erkrankungen. Eine Parodontitiserkrankung geht mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Diabetes einher. Ebenso kann Parodontitis einen negativen Einfluss auf den Verlauf einer Schwangerschaft haben und ernste Gefahr für das Ungeborene mit sich bringen.

Im Darm wird die Durchlässigkeit der Darmzellen für Schadstoffe, Bakterien etc. als leaky gut bezeichnet. Wir nennen die sogenannte Parodontitis als leaky gum der Mundhöhle. Beides – der Darm und die Mundhöhle – sind Bestandteile des Verdauungstraktes. Beide Regionen beherbergen hunderte verschiedene Bakterienarten. Im Darmbereich weiß man um die Bedeutung des Mikrobioms! Insofern kann man mit größter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ein Patient mit einer Parodontitis ebenso an einem leaky gut leidet. Andersherum trifft es ebenso zu, dass Patienten mit einem leaky gut mit größter Wahrscheinlichkeit eine Parodontitis haben.

Falscher Biss

Die Art und Weise, wie wir unsere Zähne zusammenbeißen, hat ebenfalls großen Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit. Denn die Position der Kiefer und des Kiefergelenks spielt eine wichtige Rolle unter anderem für unsere Körperhaltung. Ist der Biss „schief“ oder ungleichmäßg, kann dies zu einer schiefen Position unserer Wirbelsäule, unseres Beckens und unserer Beine und Füße führen. Als Biss bezeichnet man die Verzahnung von Ober – und Unterkieferzähnen miteinander. Im Optimalfall berühren sich die gegenüberliegenden Zähne gleichzeitig und gleichmäßig. Dies wird Okklusion genannt. Der Druck im gesamten Gebiss und damit auf jedem einzelnen Zahn ist dann optimal verteilt. Idealerweise ist dabei zugleich die gesamte Kaumuskulatur entspannt und locker und die Kiefergelenke sind dabei ebenfalls ideal positioniert und der Gelenkkopf liegt zentral in der Gelenkspfanne. Es treten keine Schmerzen im Bereich der Kaumuskulatur oder des Kiefergelenks auf. Wenn dies alles zutrifft, sprechen wir von einem optimalen Biss. Kommt es jedoch in diesem fein abgestimmten System zu Störungen, zum Beispiel durch zu hohe Füllungen oder Kronen an einen oder mehreren Zähnen, durch fehlende Zähne oder schlechtsitzende Prothesen, so kann das gesamte Gleichgewicht des Kauapparates durcheinandergeraten.

Da sich die Auswirkungen eines falschen Gebisses über Faszien, Muskelketten und Gelenke über den gesamten Körper verteilen können, sind auch die Symptome sehr vielfältig: Schwindel, Tinnitus und Ohrgeräusche, Kopfschmerzen und Migräne, Verschlechterung des Sehvermögens, Nackenverspannungen, Bandscheibenvorfälle, Beckenschiefstand, Knieschmerzen usw.

Zähneknirschen – Bruxismus
Das Knirschen der Zähne findet meist nachts im Schlaf statt. Dabei werden die Zähne mit maximaler Kraft aufeinandergepresst und unter hohem Druck aufeinander – und gegeneinander gerieben. Der hierbei entstehende Druck auf Muskeln, Bandscheiben und die Wirbelsäule ist enorm! Schlaf ist unter diesen Bedingungen nicht erholsam und regenerativ. Wenn Sie also morgens wie gerädert statt frisch erholt aufwachen, dann könnte vielleicht ein nächtliches Zähneknirschen dahinterstecken.

Doch was ist der Auslöser für das Zähneknirschen?
Zähneknirschen ist die Folge und ein Ausdruck von Stress. Das Pressen der Zähne ist eine Art Ventil, über das der Körper Druck und Stress abbauen kann. Somit ist auch klar, dass eine Reduzierung der Stressbelastung notwendig ist, wenn man die eigentliche Ursache behandeln möchte. Alles andere – wie eine Schiene – ist reine Symptombehandlung. Jedoch ist den Wenigsten ihr eigenes Stresslevel bewusst!

Die Folgen des Zähneknirschens – Faktor Bisshöhe
Durch das Pressen und Knirschen der Zähne nutzen sich die Zahnhartsubstanz, aber auch Kronen und Brücken bzw. Prothesen kontinuierlich ab. Ähnlich wie bei einem Autoreifen nutzt sich das Profil ab. Fahre ich gestresster, stets mit quietschenden Reifen, passiert dieser Vorgang rascher und ich kann auf diese Art und Weise mein Auto um einige Millimeter tieferlegen. Im Kieferbereich sprechen wir von einem abgesenkten Biss.

Durch den Bisshöhenverlust wird die Region der großen hirnversorgenden Gefäße am Hals komprimiert. Dadurch wird einerseits der Blutzufluss zum Gehirn eingeschränkt. Ein Bisshöhenverlust von 1 mm reduziert die Durchblutung des Gehirns um bis zu 50 %! Auch wurde ein Zusammenhang zwischen Bisshöhenverlust und neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz und kognitiven Störungen erkannt. Andererseits können Gifte und Abfallstoffe aus dem Gehirn nur über eine ausreichend weitgestellte Vena jugularis abfließen. Dies ist umso wichtiger, da das Gehirn kein Lymphsystem besitzt, sondern der Abtransport durch das sogenannte glymphatische System erfolgt. In der Nacht schrumpfen die Gehirnzellen um bis zu 60 % und generieren dadurch einen Hohlraum zwischen den Zellen, über welchen diese Gifte abfließen können. Voraussetzung für diese Funktionsfähigkeit dieses Systems ist allerdings auch, dass nachts alle Stressquellen abgestellt sind. Dazu gehören unter anderem alle EMF – Quellen wie Mobilfunk, WLAN usw.

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Diagnostik von Störfeldern

WIE KÖNNEN WIR SICHER STÖRFELDER IM KIEFERBEREICH FESTSTELLEN?

1. Anamnese

Die Anamnese (griechisch: Erinnerung) ist der Schlüssel zur Diagnostik von Krankheiten. Sie sollte möglichst umfangreich und detailliert durchgeführt werden.

2. Intraorale & extraorale Untersuchung

Natürlich sind wir bei der Diagnostik auf allerhand Hightech angewiesen. Behandeln bedeutet jedoch auch, wie das Wort schon sagt Hand anzulegen, die eigenen Sinnesorgane zu nutzen (Anlitzdiagnostik, Zungendiagnostik, Kiefergelenkspalpation, Palpation der Muskulatur der Schleimhäute, Wie ist der Atem? Wie wirkt der Patient? Bei der Untersuchung werden die Zähne, das Zahnfleisch, die Mundschleimhäute, die Kaumuskulatur und die Funktion des Kiefergelenks ausführlich untersucht. So wird schnell ersichtlich, ob Karies, Parodontitis, Mund&shyschleimhaut­erkrankungen oder andere schädliche Veränderungen vorliegen. Der ganzheitlich biologische Zahnarzt analysiert zusätzlich, ob belastende Störfelder vorliegen:

  • Sind Amalgamfüllungen vorhanden?
  • Sind verschiedene Metalle im Mund?
  • Gibt es Hinweise auf tote Zähne?
  • Anzeichen für Parodontitis
  • Sind Narben im Mund vorhanden?
  • Sind die Zähne stark abgenutzt (abgeknirscht)?
  • Ist die Mundöffnung eingeschränkt?

Alle Befunde werden dokumentiert und intraoral/extraoral fotografiert, um sie dem Patienten zu zeigen. Dies hilft den Patienten seine Situation besser zu verstehen.

3. Digitale-3-dimensionale Volumentomographie

Normalerweise wird in einer Zahnarztpraxis ein zweidimensionales Röntgenbild angefertigt. In der ganzheitlichen biologischen Zahnheilkunde benötigen wir für die Diagnostik von Störfeldern jedoch dreidimensionale Röntgenbilder, die sogenannte digitale Volumentomographie (DVT). Auf dieser Spezialaufnahme sind die Zähne und der Kieferknochen nicht nur im Zehntel­millimeter­bereich sichtbar, sondern in allen drei Raumrichtungen. Dadurch werden die verstecktesten überlagerten Bereiche, welche in einem normalen zweidimensionalen Röntgenbild nicht beurteilbar sind, plötzlich sichtbar und in ihrem Ausmaß beurteilbar (chronische Knochenentzündungen an Zahnwurzeln, Zysten, abgebrochene oder vergessene Wurzelreste eines früher entfernten Zahnes oder Fremdkörper wie Amalgamsplitter, Metallstücke, abgebrochene Wurzelkanal­instrumente oder Reste von Wurzelfüllmaterialien etc.).

Oftmals tragen Menschen diese Lasten jahrelang in ihrem Mund, ohne davon zu wissen, dass diese Anomalien keinerlei Schmerzen verursachen. Jedoch können Sie, wie bereits beschrieben, zu einer großen Belastung für das eigene Immunsystem und zur Ursache von Krankheiten werden. Die Strahlenbelastung einer DVT-Aufnahme ist weitaus geringer als eine Computertomografie.

4. Ultraschalluntersuchung mit CaviTAU

Das medizinische Ultraschallgerät CaviTAU (Cavitations Trans-Alveoläre Ultraschalluntersuchung) lokalisiert Weichstellen im Kieferknochen – sogenannte Kavitationen oder FDOKs (schädlich fettige degenerative Osteonekrose im Kieferknochen) – durch ein neuartiges, frei von schädigenden Röntgenstrahlen bildgebendes Verfahren.

5. Labordiagnostik aMMP8

Ein Gradmesser für die systemische Wechselwirkung der Parodontitis mit anderen Organsystemen
Die Matrix-Metallo-Proteinase 8 (aMMP8) steht am Ende der granulozytären Entzündungskaskade. aMMP8 ist verantwortlich für den Gewebeabbau, weil es die Kollagenfasern des Zahnhalteapparates zerstört. Die Enzymaktivität von aMMP8 kann quantitativ aus der Zahntasche bzw. über den Spucktestbestimmt werden. Dieses wird bei Parodontitis und Periimplantitis zur frühen Diagnosestellung eines Attachementverlustes und zur Risikoevaluierung genutzt.

aMMP8 wirkt aber nicht nur im Mund
Die epidemiologischen Assoziationen von Parodontitis mit Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfallrisiko, Diabetes mellitus oder erhöhter Gefahr von Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht bei Schwangerschaften sind belegt.
Zahlreiche jüngere Publikationen zeigen, dass mit dem aMMP8 eine Risikobeurteilung für die Entwicklung systemischer Komplikationen möglich ist.

Je höher aMMP8 in der Zahntasche, desto wahrscheinlicher sind systemische Manifestationen.
Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu versterben, korreliert sogar besser mit der Höhe des aMMP8 in der Zahntasche als mit klinischen Parametern der Parodontitis. Der wechselseitige Zusammenhang wird auch dadurch belegt, dass aMMP8 in der Zahntasche bei Patienten mit akutem Herzinfarkt ansteigt. Bei Diabetikern wurde gezeigt, dass ein erhöhtes aMMP8 mit einer schlechteren Stoffwechsellage assoziiert ist. Erhöhte aMMP8-Spiegel in der Zahntasche wurden auch bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis gefunden. Zudem weisen diese Patienten in der Gelenkflüssigkeit einen um den Faktor 1.000 erhöhten aMMP8-Spiegel auf. Das aMMP8 ist an der Destruktion des Gelenkknorpels kausal beteiligt. Der Zusammenhang zu Frühgeburten bei Schwangeren ist schon allein damit zu erklären, dass aMMP8 auch in der Fruchtblase die Aufgabe hat, Kollagenfasern aufzulösen, um den Geburtsvorgang einzuleiten.

 Zusätzlich sollte ein erhöhter aMMP8-Wert dazu führen, dass der Patient im interdisziplinären Netzwerk gemeinsam mit dem Hausarzt und/oder Allgemeinmediziner betreut wird und in Abhängigkeit von der Grunderkrankung auch der Kardiologe, der Rheumatologe, der Gynäkologe oder auch der Onkologe Hand in Hand mit dem Zahnarzt kooperieren.

Im Umkehrschluss muss es aber auch zur Regel werden, dass die genannten medizinischen Fachbereiche ihre Patienten eindringlich zu Intervalluntersuchungen beim Zahnarzt motivieren, um den Risikofaktor Parodontitis frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit dem Zahnarzt die interdisziplinäre Therapie frühzeitig beginnen zu können.

Erstmals steht ein Entzündungsmarker zur Verfügung, der am Entzündungsherd selbst gemessen werden kann. Besonders ist aber auch, dass es sich anders als beim CRP, Serumzytokinen oder der Blutsenkung um einen Marker handelt, der selbst und unmittelbar an der Gewebedestruktion beteiligt ist.